Nahrungsergänzungsmittel von A-Z: Alles mit O


Oligofructose

Oligofructose ist ein Mehrfachzucker, bestehend aus 2 bis 10 nichtverdaulichen Kohlenhydratbausteinen, weshalb Oligofructose zu den Ballaststoffen zählt. Oligofructose wird im Darm zu kurzkettigen Fettsäuren, insbesondere Milchsäure und Essigsäure, umgewandelt. Als Präbiotikum wird Oligofructose funktionellen Lebensmitteln, meist Joghurt, zugesetzt, um die Darmflora zu stärken und die Verdauung anzuregen.

Vorkommen

Oligofructose wird im Darm durch den Abbau von Inulin gewonnen. Dem Mehrfachzucker werden positive Effekte auf die Verdauung und die Darmgesundheit zugeschrieben, da er im Darm das Wachstum von verdauungsfördernden Bifidobakterien stimuliert. Deshalb wird der Ballaststoff oder sein Vorprodukt Inulin bestimmten Lebensmitteln als Präbiotikum zugefügt.

Weitere Gründe Lebensmittel mit Oligofructose anzureichern, sind seine Funktion als Geschmacksträger und Zuckeraustauschstoff. Er erreicht etwa die Hälfte der Süßkraft von gewöhnlichem Zucker.

www.shutterstock.com, Shutterstock Inc., New York, USA
Oligofructose wird bestimmten funktionellen Joghurts beigegeben. Oligofructose wird bestimmten funktionellen Joghurts beigegeben. Grundsätzlich enthält jeder Joghurt Milchsäurebakterien und trägt somit zu einer gesunden Darmflora bei. Grundsätzlich enthält jeder Joghurt Milchsäurebakterien und trägt somit zu einer gesunden Darmflora bei.

Bedarf

Eine offizielle Empfehlung zur täglichen Zufuhr besteht nicht. Um positive Effekte auf die Darmflora und die Verdauung zu erzielen, ist eine tägliche Aufnahme von mindestens 5 Gramm Oligofructose erforderlich.

Mangelerscheinungen

Ein Mangel an Oligofructose ist nicht bekannt.

Oligofructose als Nahrungsergänzungsmittel

Oligofructosehaltige Nahrungsergänzungsmittel werden meist in Form von funktionellen Lebensmitteln wie Joghurt angeboten. Sie eignen sich für alle Menschen, die ihre Darmflora stärken und ihre Verdauung anregen möchten. Über Dosierung und Dauer der Einnahme berät der Arzt oder Apotheker.

Oligofructose als Zuckeraustauschstoff

Für Menschen mit Diabetes kann Oligofructose als Zuckeraustauschstoff relevant sein. Studien weisen darauf hin, dass der Verzehr von Lebensmitteln und Getränken, in denen Zucker durch Oligofructose ersetzt wurde, weniger Blutzucker- und Insulinreaktionen hervorruft als zuckerhaltige Nahrungsmittel und Getränke. Über Dosierung und Dauer der Zufuhr berät der Facharzt oder Ernährungsberater.

Überversorgung

Eine Überversorgung führt zu Verdauungsbeschwerden. Sie wird durch den exzessiven Verzehr funktioneller Lebensmittel herbeigeführt.


Autor: Sandra Göbel
Omega-3-Fettsäuren

Synonyme: Vitamin F, alpha-Linolensäure, Eicosapentaensäure, Docosahexaensäure

Omega-3-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte, essentielle Fettsäuren mit drei Doppelbindungen an C-Atomen, deren erste Doppelbilding sich am dritten C-Atom befindet. Zur Gruppe der Omega-3-Fettsäuren zählen auch die beiden langkettigen Fettsäuren Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure, die vom Körper aus alpha-Linolensäure gebildet werden. Omega-3-Fettsäuren sind Bestandteile der Zellmembranen und Ausgangssubstanz für die Bildung von Gewebshormonen. Dadurch wirken sie auf den Blutdruck, den Fett- und Eiweißstoffwechsel, die Blutgerinnung, Entzündungen und die Immunabwehr.

Vorkommen von Omega-3-Fettsäuren

Die wichtigste Quelle für alpha-Linolensäure sind Pflanzenöle. Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure befinden sich vor allem in Algen und Fisch, beispielsweise Lachs, Sardellen, Thunfisch, Makrele oder Hering:

  • Leinöl: 56-71 Prozent
  • Wallnussöl: ca. 13 Prozent
  • Rapsöl: ca. 9 Prozent
  • Atlantischer Lachs: ca. 1,8 Prozent
  • Atlantischer Hering: ca. 1,2 Prozent

www.shutterstock.com, Shutterstock Inc., New York, USA
Leinsamen ist eine reichhaltige Quelle für Omega-3-Fettsäuren. Diskutiert wird derzeit das optimale Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung betrachtet ein Verhältnis von 5 : 1 als wünschenswert. Leinöl enthält ein Verhältnis der Omega-6- zu Omega-3-Säuren von etwa 1:3. Dies ist der höchste relative Anteil an Omega-3-Fettsäuren aller Öle.

Bedarf an Omega-3-Fettsäuren

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 0,5 Prozent der täglichen Energiezufuhr in Form von alpha-Linolensäure aufzunehmen. Bei Erwachsenen entspricht dies etwa 1,25 Gramm Omega-3-Fettsäure pro Tag. Diese Menge lässt sich durch eine abwechslungsreiche Ernährung sicherstellen, bei der zweimal wöchentlich Seefisch wie Hering und Lachs auf dem Speiseplan steht.

Um einen gesundheitsfördernden Effekt zu erzielen, ist auf ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren zu achten, das im Idealfall 5:1 beträgt.

Anzeichen eines Omega-3-Fettsäuren-Mangels

Ein chronischer Mangel an Omega-3-Fettsäuren fördert Entzündungen.
In Deutschland nehmen viele Menschen über die Nahrung zu viele Omega-6-Fettsäuren auf, sodass das Verhältnis der beiden Fettsäuren zueinander unausgewogen ist. Überwiegen die Omega-6-Fettsäuren deutlich, bildet der Körper verstärkt entzündungsfördernde Botenstoffe. Um dem vorzubeugen, ist eine ausgewogenes Zufuhr von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren (etwa 5:1) anzustreben.

Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzungsmittel

Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren werden vor allem in Form von Algenpräparaten oder Fischölkapseln angeboten. Sie eignen sich für alle Menschen, die chronische Entzündungen oder Anzeichen eines unausgewogenen Fettsäurenverhältnisses aufweisen oder allgemein ihre Immunabwehr stärken möchten. Über Dosierung und Dauer der Einnahme berät der Arzt oder Apotheker.

Überversorgung mit Omega-3-Fettsäuren

Folgen einer hohen Omega-3-Zufuhr sind nicht bekannt.


Autor: Sandra Göbel

News

Hund schützt Herz
Hund schützt Herz

Nach dem Infarkt

Der Hund ist nicht nur bester Freund des Menschen, er fördert auch in vielerlei Hinsicht dessen Gesundheit. Im besonders riskanten ersten Jahr nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall senkt der Vierbeiner sogar das Sterberisiko seines Besitzers, wie eine schwedische Studie zeigt.   mehr

Nahrungsergänzung im Blick: Algen
Nahrungsergänzung im Blick: Algen

Sinn oder Unsinn?

Als Öl, Pulver oder in gleich in bequemer Kapselform: Algenprodukte sind begehrt und gelten als „Superfood“. Doch ist das Meeresgemüse tatsächlich so gesund?   mehr

Bauchlage trainiert die Muckis
Bauchlage trainiert die Muckis

Früh übt sich …

Zur Verhütung des plötzlichen Kindstods sollen Babys beim Schlafen immer auf dem Rücken liegen. Doch ist das Baby wach und munter, gibt es gute Gründe, es unter Aufsicht der Eltern immer mal wieder auf den Bauch zu legen.   mehr

Trinken ist oberstes Gebot
Trinken ist oberstes Gebot

Auch bei Blasenschwäche

Auch bei Blasenschwäche gilt: Genug trinken muss sein. Denn Flüssigkeitsmangel durch Trinkverzicht löst nicht nur Kopfschmerzen aus, er reizt auch die Blase — und verstärkt die Blasenschwäche nur noch mehr.   mehr

So überlebt man ein Backofen-Büro
So überlebt man ein Backofen-Büro

Zu heiß zum Arbeiten?

Wenn das Thermometer in schwindelerregende Höhen klettert, wird die Hitze auch in Büros oft unerträglich. Was kann man tun, um an heißen Tagen gesund und leistungsfähig zu bleiben? Und gibt´s ein „Hitzefrei“ auch im Büro?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Ratgeber Thema im August

Wolken, Sonnenhut oder Creme

Wolken, Sonnenhut oder Creme

Was schützt am besten vor der Sonne?

Dass zu viel Sonne Hautkrebs verursacht, ist inzwischen wohl jedermann bekannt. Zu sommerlichen Sonn ... Zum Ratgeber
Linden-Apotheke
Inhaber Rainer Krüger
Telefon 035365/21 07
E-Mail linden.krueger@t-online.de